BMZ setzt beim Akkubau auf neue Technologie: A123 Lithium Ion-Nanophospat

Nano-Phosphat Lithium-Ionen-Zellen machen Hochleistungsakkus sicherer und leistungsfähiger

Eine extrem leistungsfähige und dabei auch noch umweltfreundliche Lithium Ion-Nanophospat-Zelle des US-Herstellers A123 Systems präsentiert BMZ auf der electronica in Halle B2, Stand 479. Die ANR26650M1 lässt sich bis zu zehnmal häufiger laden als vom Entladestrom her vergleichbare Lithium-Ionen-Akkus, wobei für eine 90prozentige Aufladung nur etwa 5 Minuten benötigt werden. Maximal 3000 W pro Kilogramm sorgen für Höchstleistung auf kleinstem Raum garantiert.

Die neuartige Zelle, die erstmals Nano-Phosphat als Kathode nutzt, hat eine Kapazität von 2,3 Ah bei 3,3 V, die Impedanz (ACR) liegt bei lediglich 8 mΩ. Der Entladestrom beträgt dauerhaft 70 A, bei Pulsströmen von bis zu 10 Sekunden Dauer sogar 120 A pro Zelle. Mit einem Arbeitstemperaturbereich von -30°C bis +60°C lässt sich die ANR26650M1 außerdem unter harten Umgebungsbedingungen einsetzen.

Nanophosphat Lithium Ionen-Hochleistungszellen kommen im Gegensatz zu Nickel-Cadmium-Zellen ohne giftige Schwermetalle aus und sind dadurch besonders umweltfreundlich. Dank der Verwendung thermisch stabiler und nicht brennbarer aktiver Materialien bietet die ANR26650M1-Zelle zudem auch ohne jegliche zusätzliche Schutzbeschaltung ein Höchstmaß an Sicherheit, ein Merkmal, in dem sie sich signifikant von marktüblichen Lithium-Ionen-Zellen auf Kobaltbasis unterscheidet. Durch das Wegfallen der externen Schutzkomponenten lassen sich Hochleistungsakkus künftig einfacher als bisher herstellen und sind somit auch für Kleinserien geeignet.