BMZ: Spezialisten für Batterie- und Akku-Konfektionierung.
Mit einem von der Zelle über das Gehäuse bis zur Ladetechnik und der nötigen Versandlogistik reichendem Serviceangebot ist BMZ vor allem bei kleinen und mittleren Serien erfolgreich.
»Konfektionäre sind die einzigen, die am deutschen Markt in puncto Applikationen, Kundenpotenzial und Zellenbedarf in letzter Zeit noch markante Wachstumsraten vorweisen können«, beschreibt Sven Bauer, Geschäftsführer des Batterien-Montage-Zentrum (BMZ) seine Sicht der Entwicklung des deutschen Batterie- und Akku-Marktes.
Im Jahr 1995 aus der Konfektionsabteilung des französischen Batterie- und Akku-Herstellers Saft hervorgegangen, unterhält das in Karlstein ansässige Unternehmen heute drei Werke in Karlstein, Bellwangen und der Slowakei. BMZ beschäftigt über 120 Mitarbeiter und erzielte 2001 einen Umsatz von über 30 Mio EUR. Auch für dieses Jahr rechnet Bauer mit weiterem Umsatzwachstum. »Wir bedienen in erster Linie Kunden im kleinen und mittleren Stückzahlenbereich«, erläutert er die Unternehmensstrategie, »gleichzeitig sind wir in den unterschiedlichsten Applikations-Bereichen aktiv und damit nicht von konjunkturellen Schwankungen in Einzelsegmenten abhängig«.
Zu den Referenzkunden zählen Firmen wie Siemens, Bosch, Kärcher, Gardena oder DeTeWe. Die Applikationen reichen von medizinischen Geräten über Staubsauger, Batteriegurts für Gartengeräte und Antrieben für Rollstühle bis zu klassischen Telekommunikations-Anwendungen. Die Zahl der konfektionierten Akkus ist auf mehr als 35 Mio. Stück angewachsen. In der Mehrzahl handelt es sich dabei um NiCd-Akkus. »Wir beobachten zwar einen Trend zu NiMH«, berichtet Bauer, »aber wir verarbeiten noch fast viermal soviel NiCd- als NiMH-Akkus«.
Der Erfolg der Konfektionäre basiert für Bauer vor allem auf zwei Faktoren: Die Bereitschaft, sich auch mit kleinen und mittleren Auftragsgrößen zu beschäftigen und die Markenunabhängigkeit. So fungiert BMZ beispielsweise als offizielle Vertretung von Sanyo, Panasonic, Saft, Toshiba, BYD, Ultralife, Duracell, Yuasa und Sonnenschein. »Wir sind bei der Frage, welche Zelle sich für die jeweilige Applikation am besten eignet, an keinen Hersteller gebunden, ein Service, den Kunden zu schätzen wissen«, versichert der BNIZ-Geschäftsführer.
»Unsere Aufgabe ist es, dem Kunden von der Zelle über die Verpackung und die Ladetechnik bis zur Versandlogistik eine Komplettlösung aus einer Hand zu bieten«, erläutert Bauer die Erfolgsstrategie seiner Branche. Das Credo der Konfektionäre lautet: »Schaffung von Systemlösungen«.
Sven Bauer, BMZ: » Unsere Stärke liegt darin, dem Kunden einen Komplettservice von der Zeile über das Gehäuse und die Ladetechnik bis zur passenden Versandlogistik anbieten zu können. «
Bauer weist darauf hin, dass die großen Zellen-Herstellern, vor allem im Telekom-Bereich, ihre Fähigkeit hochwertige Lösungen anzubieten, unter Beweis gestellt haben. Nur, wenn es um Auftragsvolumina von 20.000 bis 50.000 Stück geht, sieht er die Konfektionäre klar im Vorteil, »Wenn es dann darum geht, Akkutechnik mit entsprechenden Gehäuse- und Ladekonzepten, einer Bus-Lösung, Kapazitätszähler und einem EEPROM zusammenzuführen«, so seine Erfahrungen, »tun sich die reinen Zellenhersteller in der Regel schwer.« Der Einsatz der Batterie- und Akkutechnik in immer mehr Anwendungsbereichen, lässt Bauer zuversichtlich in die Zukunft blicken, »der Trend zu mobilen Lösungen wird Konfektionären wie Zellenherstellern auch in Zukunft Wachstumsmöglichkeiten eröffnen«.
Für den nötigen Kundenkontakt sorgen im Fall BMZ fast ein Dutzend, über das gesamte Bundesgebiet verteilte Distributoren. Zeigen deren Kunden neben dem reinen Komponenteneinkauf Interesse an einer akkutechnischen Komplettlösung«, berichtet Bauer, »treten wir in Aktion«.