Top-50-Unternehmen: 17 Gewinner aus Oberbayern

München - Sven Bauer wollte seinen Mini-Löwen gar nicht mehr hergeben: „Na, der kann doch gleich bei mir bleiben", meinte der Geschäftsführer des „Batterien-Montage-Zentrums" mit einem Grinsen. Doch die kleine Skulptur wanderte für diverse Pressefotos noch in andere Siegerhände: Wirtschaftsmi­nisterin Emilia Müller zeich­nete gestern in München „Bayerns Best 50" aus; das sind die 50 Unternehmen, die in den vergangenen fünf Jah­ren ein überdurchschnittli­ches Mitarbeiter- und Um­satzwachstum erzielen konn­ten. 265 Firmen meldeten sich für den Wettbewerb an. Teilnahmevoraussetzung: Der In­haber des Betriebs muss Mit­glied der Geschäftsführung, des Vorstands oder des Auf­sichtsrats sein.

Zusammen schufen die Ge­winner über 16 000 Arbeits­plätze und steigerten den Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro auf 3,6 Milliarden Euro. „Unsere bayerischen Unter­nehmen weisen eine Top-Dy­namik bei der Wirtschaftsleis­tung auf", betonte Ministerin Müller. „Das Institut der Deutschen Wirtschaft hat jüngst in einer Studie festge­stellt: Kein Land steht besser da als Bayern.“ Dieser Erfolg sei vor allem ein Verdienst der wachstumsstarken Firmen.

Von denen befinden sich die meisten in Oberbayern. 17 der Top 50 stammen von dort. Das Schlusslicht bildet Nie­derbayern mit einem Preisträ­ger. Batterien-Hersteller Bau­er gehört zu den vier Preisträ­gern aus Unterfranken. „Jeder hat ein paar Akkus zuhause - die kommen im Normalfall von uns", erklärte der Unter­nehmer stolz. Momentan ar­beitet die Firma mit der Hoch­schule Aschaffenburg an ei­nem Elektro-Gabelstapler, der 40 Prozent weniger Koh­lenstoffdioxid als herkömmli­che Verbrennungs-Motoren ausstoßen soll.